JAPAN TRAVEL GUIDE

JAPAN TRAVEL GUIDE / ALLGEMEINE INFOS

Da ist er endlich, der erste Teil des Japan Travel Guide’s zu unserer Japan-Rundreise. Da während unserer Reise schon viele Fragen zu allen möglichen Themen aufkamen, versuche ich im heutigen Blogpost erst mal alle “Hard Facts” aufzuführen. In den nachfolgenden Blogposts folgen die Einzelheiten zu den jeweiligen Städten.

Vorweg das Wichtigste, und zwar das Fazit: Japan hat sich mehr als übertroffen und ist eine Reise allemal wert. Ich habe jetzt schon ein wenig Bedenken den erlebten Eindrücken mit diesem und den nächsten Blogposts nicht gerecht zu werden. Dieses Land ist die perfekte Kombination aus Moderne und Tradition. Gleichzeitig scheint Japan uns in vielen alltäglichen Dingen einen großen Schritt voraus zu sein. Die Japaner selbst sind so ein liebes und vor allem höfliches Volk. Werte wie Wertschätzung und Höflichkeit werden dort definitiv noch groß geschrieben. Ich bin selten von einer Reise zurückgekommen und habe erst gemerkt, wie groß die Welt eigentlich ist. Deswegen gibt es ein eindeutiges Fazit: Wenn ihr könnt, fliegt UNBEDINGT nach Japan und schaut euch dieses Land an.

BESTE REISEZEIT

Fangen wir mit der besten Reisezeit an. Theoretisch lässt sich Japan das ganze Jahr sehr gut bereisen. Durch das Land erstrecken sich die verschiedensten Klimazonen. Die angenehmsten Temperaturen herrschen im Frühling und Herbst. Der Sommer ist sehr heiß und regnerisch. Der Winter ähnelt unserem in Deutschland, kann aber auch sehr schön mit dem Schnee sein. Im Frühling herrscht zusätzlich noch die Kirschblütenzeit (ca. Ende Mai – Anfang April). Zu dieser Zeit sind die meisten Touristen vor Ort und die Preise sind wohl sehr hoch. Im Anschluss folgt (ca. vom 29. April und dem 5. Mai) die Golden Week, fünf Feiertage in denen fast das ganze Land frei hat. Zu dieser Zeit ist es ebenfalls unglaublich voll im Land und überteuert.

Ursprünglich wollten wir kurz nach der Golden Week hinfliegen (Anfang/Mitte Mai). Durch die Arbeit hat sich unser Reisezeitraum auf Ende Mai vorschoben, also kurz vor einsetzten der heißen Temperaturen. Ich war deswegen auch zunächst skeptisch, aber der Sommer in Japan lässt sich erstaunlich gut aushalten.

REISEDAUER

Wir sind insgesamt 14 Tage durch Japan gereist (plus An – und Abreisetag) und haben vier Städte und fünf Stationen besucht. Das ist meiner Meinung nach auch das Minimum, bevor es zu stressig wird. Teilweise waren wir nur knapp zwei Tage an einem Ort. Wenn ihr könnt, nehmt euch drei Wochen Zeit. Natürlich hängt das immer mit dem Budget zusammen, weswegen wir direkt zum nächsten Punkt kommen.

JAPAN TRAVEL DIARY

KOSTEN

Die wohl häufigste Frage war, wie teuer so eine Japan-Reise sei. Ein größerer finanzieller Posten ist so eine Reise auf jeden Fall und nicht vergleichbar mit dem typischen Backpacker-Trip durch Süd-Ost-Asien. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern oder den Staaten ist es wiederum nicht viel teurer. Viele Posten, wie die Verpflegung sind den deutschen Preisen ähnlich. Die Unterkünfte dagegen sind deutlich teurer als in Deutschland.
So oder so kannst du, wenn du magst, in Japan viel Geld ausgeben.

Hier einmal unsere Ausgaben im Überblick:

FLUG (PRO PERSON) – 750€
HOTEL (FÜR ZWEI PERSONEN FÜR 16 NÄCHTE) – 1750€
ZUGKOSTEN (PRO PERSON FÜR 14 TAGE) – 350€
VERPFLEGUNG, ÖFENTL. VERKEHRSMITTEL, SEHENSWÜRDIGKEITEN ETC. (FÜR ZWEI PERSONEN) – ca. 1500€

Insgesamt waren es ca. 2500-2700€ pro Person für 16 Tage

Die Hotels kannst du definitiv noch günstiger bekommen. Wir für unseren Teil wollten uns bisschen Komfort gönnen und haben überwiegend 3-Sterne Hotels gebucht. Gerade in Tokyo und Kyoto haben wir sehr zentrale Hotels gewählt, was sich natürlich im Preis wieder gespiegelt hat.

In Japan wird mit Yen bezahlt (1 Euro = 120 Yen). Ihr solltet auf jeden Fall Geld umtauschen und mitnehmen, da noch in vielen Restaurants ausschließlich mit Bargeld bezahlt wird. Wir haben ca. 2000€ umgetauscht und sind damit sehr gut ausgekommen. Ihr könnt aber auch problemlos an vielen ATM’s Geld abheben.

Gut zu wissen: In Japan ist es unüblich Trinkgeld zu geben, es wird sogar als unhöflich angesehen. Was total verrückt ist, weil der Service teilweise SO TOLL ist und man diesen  auch wertschätzen möchte. 

 

 

 

 

 

 

 

 

VERSTÄNDIGUNG

Auch hier dachten wir zunächst, dass es superschwierig werden würde, sich vor Ort zu verständigen. Vor Ort hatte sich jedoch das Gegenteil herausgestellt. Die Verständigung ist mit Englisch-Kenntnissen auf jeden Fall machbar. Eine kleine Herausforderung ist tatsächlich die erste Orientierung bei der Metro und in den Drogeriemärkten. Aber auch hier hilft ein kleines Vorausplanen mit Google-Maps oder Google-Translate.

 

 

Gut zu wissen: Viele Japaner sprechen Englisch. Da sie aber befürchten etwas falsch sagen / aussprechen zu können, weigern sie sich, es zu sprechen. Somit verstehen einen die meisten Japaner, aber antworten stattdessen mit Gesten.

Flughäfen, Bahnhöfe und viele andere öffentliche Plätze sind in der Regel in Englisch beschildert, sodass du dich auf jeden Fall orientieren kannst. Auch in Hotels und weniger traditionelleren Cafés/Restaurants ist die Verständigung auf Englisch kein Problem.

FORTBEWEGUNG

Habt ihr vor durch Japan zu reisen, tut ihr das am besten mit dem Zug. Es funktioniert einfach SO GUT! Eine klasse Erfindung hierfür ist der JR Rail Pass. Denn eine Zugfahrt in Japan kostet durchschnittlich 100€. Der Rail Pass ist mit der BahnCard 100 der Deutschen Bahn vergleichbar, ist jedoch nur für Personen mit einem Wohnsitz außerhalb Japans gedacht.

Ihr müsst diesen vor eurer Reise bestellen und ihn zu euch nach Hause schicken lassen. Das funktioniert notfalls auch innerhalb von zwei Tagen. Ihr könnt den Rail Pass für verschiedene Zeitspannen, wie eine oder zwei Wochen kaufen. In diesem Zeitraum könnt ihr beliebig viele Fahrten durch das ganze Land unternehmen. Den Rail Pass müsst ihr in Japan vor Ort in einem Bahnhof “aktivieren” und bestimmen, ab welchem Zeitpunkt er gültig sein soll.

Wir haben den Rail Pass für zwei Wochen bestellt und sind insgesamt fünf Mal mit dem Zug gefahren. Generell ist das Zugfahren in Japan ein Traum. Überhaupt nicht vergleichbar mit der Deutschen Bahn. Der berühmteste Zug ist der Shinkansen, welcher mit knapp 400 km/h durch das Land düst. Somit erreicht ihr viele Städte in nur drei oder weniger Stunden. Die Züge fahren in fast alle Regionen des Landes und die Zugverbindungen (mit Umstiegen etc.) funktionieren ohne Probleme. Denn auch wenn es euch bei der Planung zunächst so vorkommt, ihr seid nicht die ersten Touristen, die durch Japan reisen.

JAPAN TRAVEL GUIDE

Gut zu wissen: Die Japaner sind Meister im Schlange stehen. Da es als unhöflich gilt, sich vorzudrängeln oder sich nicht ordentlich anzustellen. Gerade an den Bahnsteigen gibt es spezielle Markierungen. Diese zeigen den Passagieren zeigen, wie und wo sie sich anstellen sollen. Das mag auf den ersten Blick merkwürdig und übertrieben erscheinen, das Einsteigen funktioniert auf diese Weise viel schneller und organisierter.

Wenn ihr Besitzer eines Rail Passes seid, könnt ihr euch umsonst Sitzplätze reservieren lassen. Das ist auf längeren Strecken ganz komfortabel, aber kein Muss. In jedem Zug gibt es ein separates Abteil für nicht reservierte Plätze. Auf diese Weise müsst ihr nicht erst durch den ganzen Zug laufen, um diesen nach freien Sitzplätzen zu durchforsten. Reserviert ihr Plätze, bekommt ihr ein Ticket ausgehändigt, auf welchem eure Wagennummer steht. Diese ist wiederum am Bahnsteig ausgeschildert, sodass ihr, bevor der Zug einfährt, euch am richtigen Gleis positionieren könnt. Der Vorteil, ihr habt weniger Stress und könnt euch einen Fensterplatz aussuchen, was sich lohnt! Gerade die Routen in die Berge sind malerisch schön.

Gut zu wissen: In Japan wird es als unhöflich angesehen auf der Straße zu essen oder zu trinken. Ganz anders gestaltet es sich während den Zugfahrten. Diese bieten nämlich DIE Gelegenheit, um zu essen. Ihr werdet feststellen, dass viele Japaner eine sogenannte Bento-Box dabei haben. Diese findet ihr in den unterschiedlichsten Größen und Variationen an jedem Bahnhof und schmecken UNGLAUBLICH LECKER!

ROUTE

Falls ihr vor habt durch Japan zu reisen, gibt es natürlich unzählige Möglichkeiten. Wir haben uns für eine erste “Schnuppertour” entschieden und wollten alle Facetten des Landes “anreißen”. Deswegen war uns wichtig, neben den Großstädten Tokyo und Kyoto auch das traditionellere Japan zu erleben. Aus diesem Grund haben wir einen kleinen Stopp in den japanischen Alpen und einen im Norden des Landes eingelegt.

Somit sah unsere Route wie folgt aus: Tokyo (2 Tage), Takayama (2 Tage), Kanazawa (2 Tage) , Kyoto (5 Tage), Tokyo (6 Tage).

Wir wussten im Vorfeld, dass wir uns wohl eine überschaubare Anzahl an Sehenswürdigkeiten raussuchen würden. Wir wollten uns nämlich ebenfalls genügend Zeit für Essen und Shopping nehmen.

Die Details zu allen Städten und den genauen Routendetails kommen nacheinander in einzelnen Blogbeiträgen.

Falls Fragen eurerseits noch offen geblieben sind, stellt sie mir einfach in den Kommentaren. Jeder plant ja individuell und hat andere Wünschen / Vorstellungen, also immer her damit!

Posted by melaniediduch

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